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Nachhaltigkeit des Lernens durch Neue Medien?

Wie erreicht man, dass Gelerntes "lange erhalten bleibt" und nicht so schnell wieder vergessen wird? Was kann man als Lehrender dafür tun? Diese Anfrage erreichte mich neulich per Mail: "Wie ist der Realnutzen neuer Unterrichtsmedien im Sinne der Nachhaltigkeit des Lernens?"

Meine Antwort (kurz skizziert):

Ich bin mir nicht sicher, ob neue Medien hierfür der richtige Ansatzpunkt sind. Meiner Ansicht nach scheinen hier didaktische Aspekte eine viel größere Rolle zu spielen:

  • Vernetzung von Wissen und Einbettung in Vorwissen (im Gegensatz zur Erzeugung "trägen Wissens") - d.h. an Vorwissen anknüpfen!
  • Erhöhung der Verarbeitungstiefe durch entsprechende Arbeitsaufträge; nicht nur Verstehen fördern, sondern die intensive Auseinandersetzung mit Inhalten: elaborieren, analysieren, bewerten, ...
  • situiertes Lernen, d.h. Lernen in direkten "authentischen" Anwendungskontexten (hilft auch bei der Vernetzung von Wissen und beantwortet darüber hinaus die Frage "wozu lerne ich das?"); allerdings nur, wenn sowas auch existiert.

Neue Medien können diese Prozesse allenfalls unterstützen, eine wichtigere Rolle spielt meines Erachtens aber der prinzipielle didaktische Ansatz, der dann so oder so medial umgesetzt bzw. durchgeführt werden kann.

Wie denkt ihr darüber? Kennt ihr Literatur, die diese Hypothese stützen würde (bzw. das Gegenteil)?

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