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Die Infantilisierung der Wissenschaft

"Man könnte das Kasperletheater als ein Zeichen des Niedergangs abqualifizieren." sagt ein sehr lesenswerter Blogartikel über mein Video mit Graf Zahl. Da ich den Beitrag leider nicht ganz verstehe, bitte ich um Hilfe: Was genau ist gemeint mit der Aussage, dass die transzendentale Subjektivität erst ihre Wissensträgerschaft beweisen sollte? Und weshalb beginnt die Gesellschaft, "den tranzendentalen Vermeidungsirrtum zu beobachten."?

Posted in Hingeklatschtes

5 Comments

  • Der Kusanovski ist als Kind in einen Topf Luhmann gefallen, deswegen kann er nicht anders reden. Aber er meint lediglich an Deinem Video beobachten zu können, dass der wissenschaftliche Habitus früherer Zeiten heute ausgedient hat. Er begründet das damit, dass wir uns langsam von der Idee verabschieden, dass Menschen die Träger des Wissens seien und nicht überindividuelle Strukturen, wie zum Beispiel die Computertechnik in der Mathematik. Und wo nicht mehr Menschen Wissen repräsentieren müssen, brauchen sie auch keine strenge habituelle Autorität mehr, also her mit Graf Zahl.

  • Wer kommt denn heute noch auf die absurde Idee, dass Menschen Träger des wissenschaftlichen Wissens seien? Das moderne Publikationswesen ist über 200 Jahre alt...

  • Verstehe als BWL-Lehrer erstmals den Ansatz der vollständigen Induktion. Ich studierte an der Fernuni Hagen 2 Semester Informatik und gab wegen Mathe auf. Mathe kann spannend und unterhaltsam sein, wie man hier sieht und nur dann kann m.E. etwas gelernt werden. Für genannten Blogeintrag brauch ich allerdings noch ein Erklärvideo.

  • gleich zu anfang: so ganz verstanden hab ich den guten(?) mann auch nicht. kam mir vor wie einer, der sich gerne reden hoert. kurzes googeln findet nicht nur ne vita mit beruf blogger sondern auch reichlich verstoerende videos.
    wenn solche leute von "die gesellschaft" sprechen, meinen sie sich selbst, denn nur sie als (angenommene) geistige elite ist faehig, ueber systemstrukturen nachzudenken. viel zu oft verlaufen sich die nachdenker dann in ihrem inneren und ertrinken.
    wo ist ein kasperletheater? count the count gehoert zum kulturgut (zumindest von unserer generation) und anstatt auf die ersten 5 minuten haette er lieber fuer die nachfolgenden minuten werbung gemacht.
    mathematik als hartes brot? njet. mathematik ist ein dickes steak, das zwar aufwand in der zubereitung bedarf, im anschluss aber lecker essen ist, von dem jeder (geistig) satt werden kann.
    naechster grundlegender fehler ist, dass er von einem prof auf eine allgemein-gegenwaertige gesellschaftsstruktur schliesst. umgekehrt wird ein schuh draus: er haette die tatsache bemaengeln muessen, dass die figuren aus der sesamstrasse nicht mehr praesent sind. hier gehen derzeit eine menge kulturgueter verloren (ich muss in modul-6-veranstaltungen erklaeren was ein testbild im tv ist,.. kennt die heutige jugend nicht mehr 🙁 )

    ohne persoenlich werden zu wollen: herr kusanowsky kommt mir vor wie ein bewohner des elfenbeinturms (vielleicht der hausmeister), der taeglich seine daseinsberechtigung beweisen muss; das internet ist nun endlich ein fenster in diesem turm und er sieht ausschnitte aus der bunten schoenen welt.
    nuja, laut eigenen blogeintraegen sieht er sich selber als troll und in diese schublade wuerde ich den blog auch stecken?!

  • Ich habe einen kurzen beitrag zu Herrn Kusanowsky geschrieben, der dort weiter diskutiert werden kann. Er selbst hat dort einen weiteren text verlinkt, den ich vielleicht auch kommentieren werde...
    Kurz gesagt geht es ihm (positiv formuliert) um die Würde der Wissenschaft. Er verwechselt aber meines Erachtens Inhalt und Form. Mir gefällt dazu folgende Ankedote: der Chef sagt zum chaotischen Mitarbeiter: Wie es auf dem Schreibtisch aussieht, sieht es auch im Kopf aus! darauf der Mitarbeiter: Worauf lässt dann ein leerer Schreibtisch schließen?

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